Mein Weg in den pastoralen Dienst:

Mein Weg ist noch ein ziemlich klassisch-katholischer: Großfamilienkind, Messdiener und DPSGler (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg), dann aktive Mitarbeit im Jugendliturgiekreis in St. Josef, Essen-Frintrop, Jugendchor, religiöse Wochenenden und Besinnungstage bei den Missionärztlichen Schwestern. Enger Kontakt zu den Kaplänen in meiner Heimatgemeinde. „Menschen machen die Glaubwürdigkeit von Institutionen aus“: Mir sind viele glaubwürdige Menschen begegnet – und diese Begegnungen tragen mich auch heute noch!

Meine Aufgabe: 

Kategoriale Seelsorge war und ist ein besonderer (manche sagen auch: sonderlicher) Bereich kirchlichen Handelns. In der Polizeiseelsorge vielleicht noch etwas sonder- und wunderbarer. Ich begleite Menschen in ihrem täglichen Dienst: auf Streifenfahrt, bei Demonstrationen, zu Opfern und Tätern. Ich versuche, für sie da zu sein nach diesen Tagen und Einsätzen: nach den Belastungen, in Notlagen.

In meiner fachhochschulischen Beauftragung bereite ich junge Menschen auf eben diesen Dienst vor; versuche Handlungsorientierung zu geben, kommunikative Kompetenz zu vermittelt, Halt und Rückhalt anzubieten. 

Supervisorisches Handeln im pastoralen Feld ist dann für sich genommen noch einmal eine andere Begegnungsmöglichkeit: mit Kolleginnen und Kollegen, die auf ihren Pfaden unterwegs sind und für die ich einen Moment Wegbegleiter sein darf.

Darum arbeite ich für Kirche/für das Ruhrbistum:

Weil mir dieser gemeinsame Dienst (bei aller notwendigen Auseinandersetzung und der beständigen gemeinsamen Suche nach dem richtigen Weg) die Möglichkeit zu sein scheint, meine Talente zu nutzen und zu leben.

Das treibt mich an:

Ich bleibe beim Gesagten: Begegnung mit Menschen beschreibt die Lust, den Sinn und die Motivation zugleich.