Im Bistum Essen seit:

2013 war ich als Priesterkandidat im Kirchenzentrum Oberhausen, danach wechselte ich in die Assistenzzeit im Rahmen der Ausbildung zum Pastoralreferenten und arbeitete zwei Jahre als Pastoralassistent in Duisburg. Im Juli 2016 schloss ich diese Ausbildung ab und bin seit August 2016 in der Militärseelsorge tätig.

Mein Weg in den pastoralen Dienst:

Nach einem Studium der Chemie mit dem Abschluss B.Sc. folgte das Studium der Theologie in Bochum, Freiburg i.Br. und Innsbruck. Im Anschluss war ich Mitarbeiter im Planungsbüro des Eucharistischen Kongresses 2013 in Köln, später als pastoraler Mitarbeiter im Ökumenischen Kirchenzentrum in Oberhausen und als Pastoralassistent in Duisburg tätig. Seit 2016 bin ich Militärseelsorger am Katholischen Militärpfarramt Wesel. Obwohl es keinen Standort der Bundeswehr auf dem Gebiet der Diözese Essen gibt, erkenne ich im Zukunftsbild eine Haltung, die unerlässlich für die Arbeit als Militärseelsorger ist.

Meine Aufgabe:

Das Ruhrbistum kooperierte bei meiner Ausbildung zum Pastoralreferenten in der Militärseelsorge erstmalig mit dem katholischen Militärbischofsamt. So war mir gleich zu Beginn meiner Ausbildung klar, dass ich mich später einmal dieser spannenden Kategorialseelsorge widmen darf. 

Der militärische Dienst ist für Soldatinnen und Soldaten und deren Familien mit großen Herausforderungen verbunden. Hierzu gehören nicht nur seelische oder körperliche Verwundungen oder gar Konfrontationen mit dem Tod, sondern auch das Leben in und mit Fernbeziehungen. Kernbereich meiner Arbeit ist die Seelsorge an den Soldatinnen und Soldaten sowie an deren Angehörigen. Dazu gehören gottesdienstliche Angebote, aber auch Familienwochenenden, Exerzitien, Werkwochen und Wallfahrten. 

Wichtig ist mir besonders, nah bei den Soldatinnen und Soldaten sowie deren Familien zu sein, um ihnen in ihrer herausfordernden Arbeit und auch im Alltag beizustehen. Gespräche mit den Soldatinnen und Soldaten sind wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit, auch während Auslandseinsätzen. 

Eine zentrale Aufgabe liegt zudem im Erteilen der ethischen Bildungsarbeit, die den Soldatinnen und Soldaten im sog. „Lebenskundlichen Unterricht“ Orientierung und ethisch fundierte Handlungskompetenz geben soll. Dieser ist bewusst kein Religionsunterricht, sondern bietet die Möglichkeit, über berufsethische Fragen ins Gespräch zu kommen. Hier bin ich vor dem Hintergrund friedensethischer Gesichtspunkte gefordert. Ich freue mich besonders über diesen spannenden Teil meiner Arbeit.

Darum arbeite ich für Kirche / für das Ruhrbistum:

Gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Soldatinnen und Soldaten ist es mein Wunsch, glaubwürdig ein Teil der „Kirche unter SoldatInnen“ zu sein und ihr dadurch ein Gesicht zu geben.

Bewusst verstehe ich mich als Gesendeter, der hilft, den Glauben Teil ihres Lebens sein zu lassen. So ist die katholische Militärseelsorge stets präsent, zeigt sich solidarisch mit den vielfältigen Lebenswirklichkeiten und begleitet jede und jeden offen, engagiert und kooperativ – unabhängig von Religion und Konfession.

Das treibt mich an:

Die Arbeit als Militärseelsorger reizt mich, da kein Tag wie der andere ist. Es ist eine sehr vielseitige und spannende Arbeit, die mir Freude bereitet. Hier habe ich die Möglichkeit, mit Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen ins Gespräch zu kommen und sie zu begleiten. Darüber bietet mir mein Einsatzfeld die Möglichkeit einer besonders intensiven Form von Seelsorge.